Die FEI-Weltreiterspiele 2026 finden vom 11. bis zum 23. August in Aachen statt. Das Turnier umfasst einen Dressur-Grand-Prix und dient als wichtige Etappe auf dem Weg zu den Olympischen Spielen.

Der Wettkampf ist in zwei Wochen unterteilt. Die erste Woche ist der Dressur, der Vielseitigkeit und dem Voltigieren gewidmet. In der zweiten Woche folgen das Fahren, Para-Dressur und das Springreiten.

Für die Nationen geht es um mehr als nur Medaillen. Um sich für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles zu qualifizieren, müssen Teams unter die besten sechs in der Dressur oder unter die besten sieben im Springreiten und in der Vielseitigkeit kommen, wobei das Gastland nicht mitgezählt wird.

Herausforderungen für das französische Team

Der französische Springreiter Simon Delestre wird aufgrund einer schweren Schulterverletzung nicht an den Start gehen. Er benötigt mehr Zeit zur Genesung nach einem Sturz und der anschließenden Operation.

Nina Mallevaey liegt aktuell auf Platz sieben der Weltrangliste. Sie sieht gute Chancen für die französische Mannschaft, bei den kommenden Wettbewerben erfolgreich abzuschneiden.

Springreiter-Trainer Edouard Coupérie thematisiert ein strukturelles Problem: Pferde verlassen den Sport zu schnell. Er strebt ein System an, das es ermöglicht, die Tiere länger im Kader zu halten.

Aachen als zentraler Ort des Reitsports

Vielseitigkeitsreiter Nicolas Touzaint bezeichnet Aachen als die Mekka des Reitsports. Er lobt die Anlage als prachtvollen Ort, an dem alles zusammenkommt, und hebt das flache und eher leichte Terrain hervor.

Die historischen Daten zeigen eine lange Durststrecke für Frankreich. Der letzte Podestplatz bei Weltmeisterschaften in den drei olympischen Disziplinen gelang 2018 mit Bronze in der Mannschafts-Vielseitigkeit.

Die letzten französischen Titel im Pferdesport wurden bereits 2002 errungen: im Mannschafts-Springreiten und durch Jean Teulère in der Vielseitigkeit.

France Télévisions wird das Springreiten vom 19. bis zum 23. August live übertragen.