Dynamo Dresden kann für das anstehende Heimspiel in der 2. Bundesliga gegen den SV Darmstadt 98 die Fanblöcke K1 bis K5 wieder öffnen. Das hat der Deutsche Fußball-Bund (DFB) entschieden.

Zuvor hatte Dynamo Dresden Klage gegen ein Urteil des DFB-Bundesgerichts beim Ständigen Schiedsgericht des DFB eingereicht. Das Ständige Schiedsgericht hat die Vollstreckung des vorherigen Urteils ausgesetzt, bis das Schiedsverfahren abgeschlossen ist. Dieses Verfahren wird im Herbst erwartet.

Hintergrund der Sanktionen

Grundlage für die rechtlichen Auseinandersetzungen waren Vorfälle beim Heimspiel gegen Hertha BSC am 4. April. Bei diesem Spiel wurden im Fanblock von Dynamo Dresden insgesamt 27 pyrotechnische Gegenstände gezündet. Zudem stürmten mindestens 77 Anhänger aus dem K-Block auf das Spielfeld und liefen in Richtung des Auswärtsblocks. Die Partie gegen Hertha BSC wurde daraufhin für 19 Minuten unterbrochen, wobei mindestens 17 Personen verletzt wurden.

Das DFB-Sportgericht verhängte infolge dieser Ereignisse hohe Geldstrafen gegen Dynamo Dresden und Hertha BSC. Dynamo Dresden wurde zu einer Geldstrafe von 91.200 Euro verurteilt. Laut einem unbestätigten Bericht wurde ein teilweiser Zuschauerstopp für zwei Heimspiele verhängt, wobei das zweite Spiel bis zum 30. Juni 2027 unter Bewährung ausgesetzt wurde. Dynamo Dresden bewertete den Ausschluss von etwa 9.500 Zuschauern als Kollektivstrafe.

91.200 Euro

Geldstrafe gegen Dynamo Dresden durch das DFB-Sportgericht

Vorfälle bei Zugreisen

Parallel zu den sportrechtlichen Verfahren ermittelt die Bundespolizeiinspektion Selb wegen Vorfällen mit Dynamo-Dresden-Fans. Etwa 150 Fans waren am Sonntag mit drei Zügen über Hof in Richtung Nürnberg unterwegs. Am Bahnhof Pegnitz, wo etwa 60 Fans umgestiegen sind, wurden mehrere Sachbeschädigungen festgestellt.

Fans entwendeten Klapptische, klebten Kameras zu, beschmierten den Innenraum der Züge und zündeten am Bahnhof Pegnitz pyrotechnische Gegenstände an. Das Spiel der Reisenden gegen den 1. FC Nürnberg endete mit einem 0:3 für Nürnberg.