Die deutschen Beachvolleyballer Nils Ehlers und Lui Wüst haben das Elite-16-Turnier der Beach Pro Tour in Hamburg gewonnen. Im Finale auf der Galopprennbahn in Hamburg-Horn setzten sie sich gegen die norwegischen Olympiasieger von 2021, Anders Mol und Christian Sörum, mit 22:20 und 21:9 durch.

22:20, 21:9

Satzstände im Finale gegen die Olympiasieger Mol/Sörum.

Im ersten Satz drehten Ehlers/Wüst die Partie erst am Ende und gewannen ihn mit 22:20. Im zweiten Durchgang legten sie mit einer 9:3-Führung den Grundstein zum Sieg. Mol und Sörum sind die amtierenden Europameister.

Der Weg ins Finale führte über zwei weitere starke Gegner. Im Halbfinale besiegten Ehlers/Wüst das lettische Duo Martins Plavins und Kristians Fokerots mit 16:21, 21:19 und 15:12. Plavins und Fokerots sind frühere Europameister. Zuvor hatten sich Ehlers/Wüst gegen die schwedischen Weltranglistenersten Jacob Hölting Nilsson und Elmer Andersson durchgesetzt – 18:21, 24:22, 15:10.

Ehlers und Wüst trainieren in Hamburg. Für Ehlers ist es eine besondere Saison: Der 33-Jährige, der bereits Olympia-Silber gewann, muss in dieser Saison ohne seinen langjährigen Stammpartner Clemens Wickler spielen, der wegen einer anhaltenden Schulterverletzung fehlt. Der 24-jährige Lui Wüst ist als Übergangspartner eingesprungen.

Die Leistungen in Hamburg reihen Ehlers/Wüst in den Kreis der Favoriten für die Europameisterschaft ein, die am Mittwoch im polnischen Stare Jablonki beginnt und bis zum 16. August läuft.

Bei den Frauen war der frühere Erfolg deutscher Teams ausgeblieben: Die Europameisterinnen von 2024, Svenja Müller und Cinja Tillmann, schieden im Viertelfinale aus. Sie verloren 0:2 (16:21, 22:24) gegen die Italienerinnen Valentina Gottardi und Reka Orsi Toth, die im Vorjahr das Turnier gewonnen hatten. Müller und Tillmann trainieren ebenfalls in Hamburg und belegten beim Hamburger Turnier den fünften Platz.

Den Wettbewerb der Frauen gewannen die Schweizerinnen Nina Brunner und Tanja Hüberli. Sie besiegten im Finale das lettische Duo Tina Graudina und Anastasija Samoilova mit 21:19 und 21:18.