Alexander Zverev ist bei seiner Auftaktpartie im ATP Masters 1000 Turnier von Montreal ausgeschieden. Der Deutsche unterlag dem Niederländer Tallon Griekspoor in der zweiten Runde mit 6:7 (3:7), 6:2, 6:4.

Für Zverev war es das erste Match auf Hartplatz in dieser Saison. Der 29-Jährige hatte zuvor im Wimbledon-Finale gegen Jannik Sinner verloren. Die Turniere in Montreal und Cincinnati sollten als Vorbereitung für die US Open dienen, die am 30. August in New York beginnen und das vierte und letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres sind.

Zverev lag zum Zeitpunkt des Turniers laut ATP-Rangliste auf Platz drei der Weltrangliste. Er war als Nummer eins gesetzt, nachdem andere Topspieler wie Carlos Alcaraz verletzungsbedingt fehlten oder wie Novak Djokovic freiwillig verzichteten. Auch der zweitgesetzte Felix Auger-Aliassime hatte kurzfristig wegen einer Verletzung abgesagt.

Hitze und Unterbrechungen

Die Matchbedingungen waren durch 30 Grad Celsius Hitze geprägt. Während der Partie gab es mehrere Unterbrechungen aufgrund von Zuschauern, denen unwohl wurde. Zverev reichte einem Zuschauer ein kaltes Handtuch und Wasser, nachdem dieser sich schlecht fühlte. Ein weiterer Zuschauer kollabierte, nachdem Zverev einen Break zum 2:3 Rückstand kassiert hatte.

Im ersten Satz gab es nur einen Breakball, den Zverev beim Stand von 5:6 abwehren konnte. Er gewann den Tiebreak mit 7:3. Im zweiten Satz verlor Zverev seine ersten beiden Aufschlagspiele und gab den Satz fast kampflos ab. Im dritten Satz gelang ihm nach der Rettung eines weiteren Breakballs der Re-Break zum 4:4, doch er verlor anschließend erneut seinen Aufschlag.

Ich gehöre zum Wettkampf und spiele deshalb.
— Alexander Zverev

Griekspoor trifft in der dritten Runde auf den Sieger der Partie zwischen dem Italiener Matteo Arnaldi und dem Ungarn Fabian Marozsan. Zverev hatte vor dem Turnier angekündigt, nicht mit seiner besten Leistung in Kanada zu rechnen, betonte aber: „Es war ein gutes Jahr. Das Jahr ist noch nicht vorbei.“

Blick auf die Zukunft

Boris Becker hatte vor dem Turnier in seinem Podcast mit Andrea Petković Zverevs Titelgewinn in Paris und die Finalteilnahme in Wimbledon als Meilensteine bezeichnet. Gleichzeitig warnte er jedoch vor der drängenden Zeit für den Hamburger.

Er sollte sich beeilen.
— Boris Becker

Becker schätzte ein, dass Zverev sein aktuelles Leistungsniveau noch etwa eineinhalb bis zwei Jahre halten könne. Zverev selbst kritisierte zudem das Format des Turniers in Montreal, das üblicherweise über zwei Wochen geht.