Die Erweiterung uBlock Origin hat die Filterung von Facebook-Anzeigen eingestellt. Grund dafür ist die kontinuierliche Umgehung der Ad-Blocking-Filter durch die Plattform.
Facebook setzt laut Angaben seit etwa fünf Jahren Techniken ein, um Ad-Blocker zu umgehen. Dazu gehört unter anderem das Aufteilen des Wortes „Sponsored“ in einzelne Buchstaben, die jeweils in separaten HTML-Elementen eingebettet sind. Zudem hat Facebook zeitweise die Reihenfolge der Buchstaben randomisiert und falsche Zeichen in den Anzeigentext eingefügt, um die Mustererkennung der Filter zu stören.
Nutzer von uBlock Origin müssen in Zukunft damit rechnen, Facebook-Anzeigen sichtbar zu sehen.
Reaktion der Entwickler
Wir werden Facebook nicht mehr unterstützen. Es ist eine abscheuliche, nutzerfeindliche Seite.
Der Entwickler kritisierte zudem, dass Open-Source-Projekte öffentlich verfolgt und gezielt bekämpft würden, um bösartige Anzeigen auszuliefern. Er bezog sich dabei auf Entwickler mit siebenstelligen Dollargehältern. Ein Entwickler rät den Nutzern zudem, Facebook durch negatives Feedback zu bestrafen und betonte, dass es das Schlimmste sei, die Website weiterhin zu besuchen und sie zu unterstützen.
Die Nutzer sind die wirksamsten Waffen gegen solche Websites.
Ein Entwickler wies zudem darauf hin, dass man sich nicht darauf verlassen solle, dass einige wenige Freiwillige die gesamte Arbeit leisten, für die sie keine Lust mehr haben. Gleichzeitig haben die Entwickler Nutzer dazu aufgerufen, eigene Filterkorrekturen als Pull-Requests einzureichen, um den Kampf gegen Facebook-Anzeigen fortzusetzen.
Nach dem Rückzug von uBlock Origin äußerte ein Nutzer auf Reddit die Besorgnis, dass andere Unternehmen durch dieses Vorgehen dazu ermutigt werden könnten, den Kampf gegen Ad-Blocker aggressiver zu führen.