Der in San Francisco ansässige Krypto-Asset-Manager Bitwise Asset Management hat rund 14 Prozent seiner Belegschaft entlassen. Das Unternehmen hat seine Mitarbeiterzahl auf etwa 155 Personen reduziert, nachdem es zuvor rund 180 Angestellte beschäftigt hatte.

Bitwise bestätigte die Personalreduzierung gegenüber Bloomberg. Laut dem CEO von Bitwise, Hunter Horsley, wurde das globale Team in der vergangenen Woche auf etwa 155 Mitarbeiter reduziert. Trotz des Stellenabbaus sei die Belegschaft nach Angaben von Horsley gegenüber Bloomberg immer noch die größte in der achtjährigen Geschichte des Unternehmens.

Der Krypto-Markt verzeichnete einen Rückgang, nachdem der Bitcoin-Preis von seinem Rekord im Oktober 2025 auf rund 64.000 US-Dollar fiel. Der Abschwung im Kryptosektor hält bereits etwa zehn Monate an.

2,3 Milliarden USD

Nettovermögen des Spot-Bitcoin-Fonds von Bitwise

Weitere Entlassungen in der Branche

Bitwise ist nicht das einzige Unternehmen mit Personalabbau. Das Krypto-Unternehmen Coinbase strich im Mai 14 Prozent seiner Belegschaft. CEO Brian Armstrong nannte den Markt sowie die Geschwindigkeit, mit der künstliche Intelligenz die Arbeitsweise des Unternehmens verändert hat, als Gründe für die Entlassungen.

Zu Beginn des Augusts reduzierte zudem der Prime-Broker FalconX seine Belegschaft um etwa 10 Prozent, wobei etwa die Hälfte der Mitarbeiter im Büro in Singapur entlassen wurde. FalconX zieht zudem seinen Lizenzantrag in Singapur zurück, um sich auf Derivate zu konzentrieren.

Auch die Börsen BitMEX und BitMart haben ihre Aktivitäten eingestellt. BitMEX gab im letzten Monat an, nach mehr als elf Jahren am 23. September zu schließen. Wenige Tage später stellte BitMart seine neun Jahre alte Plattform ein, woraufhin der Token des Unternehmens an Wert verlor.

Marktdynamik und Kapitalflüsse

Während die Handelsvolumina im Spot-Markt der zehn größten zentralisierten Börsen laut einem Bericht von CoinGecko im zweiten Quartal um 27,9 Prozent auf 1,95 Billionen US-Dollar fielen, stieg das nominale Volumen auf Prognosemärkten im gleichen Zeitraum um 48,7 Prozent auf einen Rekordwert von 113,8 Milliarden US-Dollar. Die gesamte Kryptomarkt-Kapitalisierung sank um 12,6 Prozent.

Analysten von Barclays bezeichneten Prognosemärkte als das „neue glänzende Spielzeug der Privatanleger“. Ein Bericht von Wintermute, der auf Daten von JPMorgan basiert, stellte fest, dass spekulatives Kapital seit Ende 2024 stetig in Aktien umschichtet. Privatanleger, die einst den Kryptomarkt trieben, bewegen sich stattdessen verstärkt in Richtung Sportwetten-Plattformen und KI-Aktien.

Der Markt könnte am Boden seines Winters liegen.
— Matt Hougan, Chief Investment Officer bei Bitwise

Bitwise verwaltet laut eigener Website etwa 9 Milliarden US-Dollar an Kundenvermögen über mehr als 70 Investmentprodukte. In den USA halten Spot-Bitcoin-ETFs derzeit rund 77,5 Milliarden US-Dollar an Nettovermögen, wobei der IBIT von BlackRock etwa 47,3 Milliarden US-Dollar und der FBTC von Fidelity etwa 10,9 Milliarden US-Dollar ausmachen. Der Bitcoin-Spot-Fonds von Bitwise hält rund 2,3 Milliarden US-Dollar, was weniger als 3 Prozent der gesamten Nettovermögen der US-Spot-Bitcoin-ETFs entspricht.

Matt Hougan argumentierte zudem, dass der Exploit bei Coldcard das Argument für das Halten von Bitcoin über einen ETF stärke. Bei diesem Exploit wurden mehr als 100 Millionen US-Dollar aus Self-Custody-Wallets entwendet. Horsley hingegen erwartet weiterhin Wachstum, da Kryptowährungen verstärkt in die breitere Wirtschaft integriert werden.