Der Bruttoemissionsumfang an Anleihen auf dem deutschen Markt betrug im Juni 2026 133,5 Milliarden Euro, leicht unter dem Vormonat von 134,5 Milliarden Euro. Nach Abzug von Tilgungen und Veränderungen der Eigenhaltungen stieg der ausstehende Bestand an deutschen Anleihen um 14,4 Milliarden Euro.
Ausländische Schuldverschreibungen wurden im Juni 2026 netto für 24,9 Milliarden Euro auf dem deutschen Markt platziert. Insgesamt erhöhte sich der Gesamtbestand an Schuldverschreibungen in Deutschland um 39,3 Milliarden Euro.
Zuwachs des Gesamtbestands an Schuldverschreibungen in Deutschland im Juni 2026
Der öffentliche Sektor erhöhte seine Anleiheverbindlichkeiten netto um 8,8 Milliarden Euro. Dies folgt auf eine Nettoemission von 37,7 Milliarden Euro im Vormonat. Der Bund emittierte vor allem zehnjährige Anleihen (8,2 Milliarden Euro), fünfjährige Schuldverschreibungen (4,7 Milliarden Euro) und 20-jährige Anleihen (1,5 Milliarden Euro). Gleichzeitig wurden zweijährige Schatzanweisungen netto um 7,4 Milliarden Euro zurückgezogen.
Die deutschen Länder und Gemeinden emittierten netto 1,8 Milliarden Euro, Kreditinstitute 3,5 Milliarden Euro, nach 6,4 Milliarden Euro im Vormonat, und spezielle Kreditinstitute, einschließlich öffentlicher Entwicklungsbanken, 8,6 Milliarden Euro. Davon entfielen 4,0 Milliarden Euro auf flexibel strukturierte andere Bankanleihen.
Pfandbriefe, sowohl mortgage als auch public, wurden netto zurückgezogen: -6,0 Milliarden Euro beziehungsweise -3,1 Milliarden Euro. Unternehmen aus Deutschland emittierten netto 2,1 Milliarden Euro an Anleihen, nach 4,2 Milliarden Euro im Vormonat. Dieser Nettozustrom kam ausschließlich von nicht-finanziellen Unternehmen (5,2 Milliarden Euro), während andere Finanzinstitute netto 3,2 Milliarden Euro zurückzogen.
Ausländische Investoren kauften deutsche Anleihen netto für 26,8 Milliarden Euro. Deutsche Kreditinstitute erwarben Anleihen netto für 20,7 Milliarden Euro, hauptsächlich ausländische Wertpapiere. Nicht-Banken in Deutschland verkauften Anleihen netto für 0,1 Milliarden Euro. Die Bundesbank reduzierte ihre Anleihehaltungen netto um 8,1 Milliarden Euro, hauptsächlich durch abgelaufene Positionen aus den Einkaufsprogrammen des Eurosystems.
Auf dem Aktienmarkt wurden im Juni 2026 neue Aktien im Wert von 13,3 Milliarden Euro emittiert. Der Bestand ausländischer Aktien in Deutschland sank um 4,4 Milliarden Euro. Dividendenträchtige Wertpapiere wurden nahezu ausschließlich von deutschen Nicht-Banken gekauft (10,9 Milliarden Euro). Ausländische Investoren erwarben deutsche Aktien netto für 0,4 Milliarden Euro, während deutsche Kreditinstitute Aktien netto für 2,4 Milliarden Euro verkauften.
Deutsche Investmentfonds verzeichneten Nettozuläufe von 2,9 Milliarden Euro, nach 11,2 Milliarden Euro im Mai. Diese gingen zu 1,0 Milliarden Euro an öffentliche/Privatanlegerfonds und zu 1,8 Milliarden Euro an Spezialfonds für institutionelle Anleger. Unter den Anlageklassen verkauften gemischte Wertpapierfonds die meisten Anteile mit 2,0 Milliarden Euro. Ausländische Fondsgesellschaften auf dem deutschen Markt erzielten Nettozuläufe von 14,0 Milliarden Euro. Deutsche Nicht-Banken dominierten als Käufer von Fondsanteilen mit 16,1 Milliarden Euro. Ausländische Investoren und deutsche Kreditinstitute kauften Fondsanteile netto für 0,6 Milliarden Euro beziehungsweise 0,1 Milliarden Euro.