Aus einer öffentlichen Kunstinstallation in Salzburg wurden 210 Miniatur-Figuren von Wolfgang Amadeus Mozart gestohlen. Die Mozarteum Foundation in Salzburg teilte mit, dass von den insgesamt 320 im Mirabellgarten installierten Mozart-Figuren die Mehrzahl verschwunden ist.

Der Diebstahl führte dazu, dass die Organisatoren die Ausstellung im Mirabellgarten vorzeitig beenden mussten. Die Installation war Teil der Feierlichkeiten zum 270. Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart in seiner Geburtsstadt Salzburg.

Die Polymer-Figuren mit einer Höhe von 50 Zentimetern zeigen Mozart zusammen mit seinem Hund Pimperl. Sie waren im Mirabellgarten sowie an verschiedenen Mozart-bezogenen Orten in Salzburg aufgestellt.

210 Figuren

Anzahl der gestohlenen Mozart-Miniaturen

Zwar hielten die Organisatoren einige Ersatzfiguren in Reserve, doch reichte diese Menge nicht aus, um das Ausmaß des Diebstahls auszugleichen. Da der Hersteller derzeit im Sommerurlaub ist, gibt es keine Möglichkeit für einen schnellen Ersatz. Einige Dutzend Mozart-Figuren verbleiben bis Ende August im Mozarteum und im Mozart-Geburtshaus in Salzburg.

„Organisierter Diebstahl“

Der deutsche Konzeptkünstler Ottmar Hörl, der hinter der Installation steht, bezeichnete den Vorfall als „ein bisschen dreist“. Hörl, der für Installationen aus großen Mengen identischer Figuren berühmter Persönlichkeiten bekannt ist, äußerte die Vermutung, dass die Figuren wahrscheinlich nachts nach der Schließung des Gartens entwendet wurden.

„Das ist organisierter Diebstahl.“
— Ottmar Hörl

Der Künstler glaubt nicht, dass Touristen die 50 Zentimeter großen Figuren einfach mitgenommen haben. Er ergänzte: „Das ist einfach die Natur des öffentlichen Raums.“ Laut Hörl bedeutet die Arbeit als Künstler im öffentlichen Raum, dass man sich nicht über Zerstörung oder Diebstahl beschweren dürfe.

„Das Schlimmste für einen Künstler ist, wenn sein Werk sich auflöst.“
— Ottmar Hörl

Finanzieller Verlust und ähnliche Vorfälle

Hörl hatte geplant, die Figuren nach der Ausstellung für etwa 90 Euro pro Stück zu verkaufen, was den Verlust auf rund 20.000 Euro beziffert. Dies ist nicht der erste ähnliche Vorfall: Bereits bei einer früheren Installation von Hörl in Bayreuth verschwanden 100 Figuren des Komponisten Richard Wagner.

Salzburg gehört zu den am stärksten besuchten Touristenregionen Österreichs. Das Kunstprojekt wurde durch den Diebstahl erheblich gestört.