Yared Dibaba wird ab August die historische Serie 'Yareds Zeitreisen' moderieren. Er freut sich laut eigenen Angaben sehr darauf, die neue Reihe zu präsentieren.

Dibaba folgt damit auf Hubertus Meyer-Burkhardt, der die Serie fünf Jahre lang moderierte. Über die Bedeutung der Inhalte sagte Dibaba: 'Historische Geschichten und Anekdoten waren für mich schon immer Highlights'.

Während der Dreharbeiten gab es besondere Erlebnisse vor Ort: In Bremen wurde er mit dem Geruch von 100 Jahre altem Mist im Zusammenhang mit dem 'Spülkosten-Darlehen' konfrontiert.

In Flensburg wurde er zudem von einer sogenannten 'Petuhdame' zurechtgewiesen.

Vom Reiseleiter zum NDR-Moderator

Dibaba blickt auf eine vielseitige berufliche Laufbahn zurück. Vor seiner Tätigkeit im Fernsehen arbeitete er in Hamburg als Reiseleiter in Doppeldeckerbussen. Mit einem Augenzwinkern merkte er dazu an: 'Und 'n büschen Berufserfahrung als Reiseleiter hab' ich sogar'.

Seine Mediakarriere beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) begann im Jahr 2006. Zu seinen Aufgaben gehörten unter anderem die Moderation der Serie 'De Welt Op Platt', die 'NDR Talkshow' an der Seite von Bettina Tietjen für zwei Jahre sowie die zehnjährige Präsenz in der Sendung 'Mein Nachmittag' ab 2010.

20 Jahre

Dauer der Tätigkeit von Yared Dibaba beim Norddeutschen Rundfunk

Dibaba gilt als Botschafter der niederdeutschen Sprache. Aktuell ist er in 'Yared kommt rum' zu sehen und moderiert den Podcast 'Dibaba hat Besuch' auf NDR 1 Niedersachsen.

Hintergrund und soziales Engagement

Die Familie von Dibaba gehört dem Volk der Oromo an. Aufgrund des Bürgerkriegs floh die Familie im Jahr 1979 nach Deutschland und ließ sich in Ganderkesee nieder. Sein Vater, Terfa Dibaba, ist Erziehungswissenschaftler, während seine Mutter, Arfasse Gamada, als Psychologin und Menschenrechtsaktivistin tätig ist.

Dibaba lebt heute in Hamburg. Neben seiner Arbeit als Moderator tritt er mit seiner Band 'Yared Dibaba und die Schlickrutscher' auf. Zudem setzt er sich als Diversity Manager für gesellschaftliche Vielfalt ein und ist seit 2019 ehrenamtlicher Patron der Hamburger Ortsgruppe der Organisation Gesellschaft für bedrohte Völker.

Er sagte, er habe seinen Traumberuf gefunden und sei dankbar.
— Yared Dibaba