YouTube erlaubt weiterhin KI-generierte Videos, sofern diese eine spezifische Gruppe von Regeln einhalten. Das Unternehmen hat jedoch Anpassungen vorgenommen, die die Vergütung bestimmter Inhalte betreffen.

Matt Halprin, YouTube VP of Trust & Safety, erläuterte in einem Interview für Creator Insider, dass die Plattform die Einschränkungen für KI-Inhalte innerhalb des YouTube Partner Programms vornehmen wird. Er betonte dabei, dass sich diese neuen Regeln für KI-Inhalte von den allgemeinen Community-Richtlinien unterscheiden, die für alle Uploader gelten sollen.

Im Rahmen einer Richtlinienänderung hat YouTube den Begriff von „repetitivem Inhalt“ zu „unauthentischem Inhalt“ geändert. Damit soll die Bedeutung von Aufwand und Kreativität innerhalb des YouTube Partner Programms hervorgehoben werden.

Fokus auf Monetarisierung statt Verbot

Die neuen Regeln des YouTube Partner Program (YPP) zielen auf die Monetarisierung ab und stellen kein vollständiges Verbot von generativen Inhalten dar. YouTube hat zudem eine automatische KI-Erkennung eingeführt, auch wenn einige Videos diese möglicherweise umgehen können.

Die Richtlinie untersagt die Monetarisierung von drei spezifischen Arten von KI-Inhalten: generische und repetitive Videos (Content Farming), verstörende Inhalte (wie etwa Tiere in Gefahr) sowie sogenannte „KI-Personas“, die Ratschläge zu ernsten Themen wie Finanzen geben.

YouTube ist agnostisch gegenüber den Werkzeugen, die Ersteller für ihre Inhalte nutzen.
— Matt Halprin, YouTube VP of Trust & Safety

Die Bedeutung des Themas spiegelt sich auch in der sprachlichen Entwicklung wider: Merriam-Webster wählte „Slop“ als Wort des Jahres 2025 aus. Zeitgleich berichtete The Guardian im vergangenen Jahr, dass etwa jeder zehnte der am schnellsten wachsenden YouTube-Kanäle KI-zentriert war.