Im Deutschen Bundestag war eine Petition gegen die geplanten Steuerregelungen für Kryptowährungen erfolgreich.
Das Bundesfinanzministerium plant, Gewinne aus dem Verkauf von Kryptowährungen mit einem Pauschalsatz zu besteuern, unabhängig von der Dauer, die die Vermögenswerte gehalten wurden.
Nach der aktuellen Regelung wird Bitcoin ähnlich wie Gold, Fremdwährungen, Kunst oder Sammlerstücke behandelt. Bei diesen Wirtschaftsgütern sind private Gewinne nach Ablauf der gesetzlichen Haltefrist steuerfrei.
Differenzen über die Steuerreform
Die Initiatoren der Petition bewerten die vorgeschlagenen Änderungen als einen Bruch mit dem derzeitigen Steuersystem. Kritiker führen an, dass die Abschaffung der Haltefrist langfristige Anleger benachteiligen und Deutschland als Innovationsstandort schwächen könnte. Die geplante Regelung würde zu Lasten von Bitcoin-Sparern gehen, die ihre digitalen Münzen langfristig halten wollen.
Die SPD sieht die geplante Regulierung als fairer an, wenn Bitcoin und andere Kryptowährungen genauso behandelt würden wie herkömmliche Aktien. Der deutsche Lars Klingbeil (SPD) erhofft sich durch die geplante Steuerreform zusätzliche Einnahmen in Milliardenhöhe.