Die Produktion in der deutschen Industrie, im Bauwesen und bei Energieversorgern ist im Juni im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent gestiegen. Dieser Wert ist saisonal und kalendertypisch bereinigt, wie das Statistisches Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Damit haben deutsche Unternehmen ihre Produktion im Juni bereits im dritten Monat in Folge gesteigert. Während die industrielle Fertigung im Juni stagnierte, verzeichnete die Automobilindustrie einen Zuwachs von 3,6 Prozent.
Anstieg im Bereich sonstiger Fahrzeugkonstruktionen (Flugzeuge, Schiffe, Züge, Militärfahrzeuge)
Ein deutlicherer Anstieg zeigte sich im Bereich der sonstigen Fahrzeugkonstruktion, der Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge umfasst; dieser Sektor wuchs um 8,4 Prozent. Im Gegensatz dazu sank die Produktion im Maschinenbau um 3,9 Prozent.
Die industriellen Auftragsbücher in Deutschland sind derzeit so voll wie seit Beginn der statistischen Erfassung im Jahr 2015 nicht mehr. Parallel dazu stieg das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Zeitraum von April bis Juni gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent.
Dieses Wachstum folgt auf einen Anstieg des BIP um 0,4 Prozent zu Beginn des Jahres. Ökonomen, die von Reuters befragt wurden, hatten ein geringeres Wachstum von 0,1 Prozent erwartet, nachdem der Wert für Mai auf 0,7 Prozent revidiert worden war.
Einschätzungen zur wirtschaftlichen Lage
Inzwischen scheint die Talfahrt der Industrie beendet.
Wir haben eine gewisse Stabilität erreicht.
Als Risiken für die deutsche Wirtschaft werden die geopolitische Lage, die Energieversorgung sowie niedrige Wasserstände genannt. Geopolitische Krisen bleiben ein Risiko für die deutsche Wirtschaft.