Das Förderprogramm der deutschen Bundesregierung für Elektrofahrzeuge hat die Marke von 100.000 Anträgen überschritten. Bis zum 5. August wurden insgesamt 103.500 Anträge für die E-Auto-Prämie eingereicht.

Bis zum 4. August waren mehr als 28.000 dieser Anträge bereits genehmigt worden. Die Bearbeitung erfolgt durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

103.500 Anträge

Gesamtzahl der eingegangenen Anträge für die E-Auto-Prämie bis zum 5. August.

Verteilung nach Einkommen und Fahrzeugtyp

Die Förderungen werden primär von Haushalten mit niedrigerem zu versteuerndem Einkommen in Anspruch genommen. Rund die Hälfte der Antragsteller gab ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von bis zu 45.000 Euro an; dies entspricht 52.377 Anträgen. Knapp ein Viertel der Antragsteller verzeichnete ein zu versteuerndes Einkommen zwischen 45.001 und 60.000 Euro, was 22.488 Anträgen entspricht. Insgesamt stammen fast drei Viertel aller Anträge von Haushalten mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 60.000 Euro.

Die Einkommensgrenzen für die Förderung waren ursprünglich auf Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von maximal 80.000 Euro begrenzt. Für Familien mit mindestens zwei minderjährigen Kindern liegt die Einkommensgrenze für die E-Auto-Prämie bei 90.000 Euro. Ermittelt wird die Förderfähigkeit auf Basis der zwei aktuellsten Steuerbescheide.

Höhe der Zuschüsse und Fahrzeugkategorien

Bei den Anträgen entfielen 51.851 auf gekaufte Fahrzeuge und 50.688 auf Leasingfahrzeuge. Mehr als 90 Prozent der Anträge bezogen sich auf reine Elektrofahrzeuge, während weniger als zehn Prozent auf Plug-in-Hybride oder Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerung entfielen.

Für reine Elektrofahrzeuge werden im Rahmen des Programms zwischen 3.000 und 5.000 Euro gezahlt. Plug-in-Hybride erhalten Zuschüsse zwischen 1.500 und 4.500 Euro. Familien und Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern im Haushalt erhalten eine zusätzliche Förderung von bis zu 1.000 Euro. Damit kann die Förderung für Elektrofahrzeuge insgesamt bis zu 6.000 Euro betragen.

Marktentwicklung und Budget

Für das Förderprogramm der E-Auto-Prämie wurden bis 2029 drei Milliarden Euro bereitgestellt. Würden alle eingereichten Anträge genehmigt, müsste die Bundesregierung etwa 400 Millionen Euro auszahlen.

Mitte Juni gab es bereits mehr als 50.000 Anträge für die E-Auto-Prämie.
— Bundesumweltminister Carsten Schneider

Daten aus dem Bundesumweltministerium zeigten im Juli, dass Tesla und andere ausländische Hersteller anfangs am stärksten von der Förderung profitierten.