Das in Mexiko ansässige Unternehmen Fresnillo, der weltweit größte Primärproduzent von Silber, hat für das erste Halbjahr des Jahres einen Rückgang der Silberproduktion gemeldet. Die Produktion sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,4 Prozent auf 22 Millionen Unzen.
Von dem Rückgang der Produktion in Höhe von 2,8 Millionen Unzen entfielen etwa ein Drittel auf die Beendigung einer Finanzierungsvereinbarung namens Silverstream. Der verbleibende Teil des Produktionsrückgangs wurde durch eine Verlangsamung der Bergbauaktivitäten verursacht, die auf sinkende Erzgehalte in vielen der betriebenen Minen zurückzuführen ist.
Trotz einer starken Rentabilität und finanziellen Leistung hat Fresnillo seinen jährlichen Plan für Investitionsausgaben nach unten korrigiert. Die Prognose für die Silberproduktion im Jahr 2026 wurde jedoch in der Spanne von 42 bis 46,5 Millionen Unzen beibehalten.
Globale Marktsituation und Versorgungsengpässe
Ungefähr 75 Prozent der weltweiten Silberproduktion werden als Nebenprodukt des Abbaus von Blei, Zink, Kupfer und Gold gewonnen. Entscheidungen über die Silberproduktion werden daher häufig durch die wirtschaftlichen Bedingungen anderer Metalle geprägt und hängen nicht allein von den Silberpreisen ab.
Prognostiziertes Defizit auf dem globalen Silbermarkt im Jahr 2026
Die Branchenforschungsorganisationen Metals Focus und das Silver Institute prognostizieren für das Jahr 2026 ein Defizit von 46,3 Millionen Unzen auf dem globalen Silbermarkt. Sollte dieses Defizit eintreten, würde der weltweite Silbermarkt das sechste Jahr in Folge ein Versorgungsdefizit verzeichnen.