Auf der deutschen Nordseeinsel Sylt, einem der exklusivsten Immobilienmärkte des Landes, ist das Angebot an bestehenden Häusern deutlich gestiegen. Laut dem Immobilienportal Immoscout24 hat sich das Angebot seit dem zweiten Quartal 2022 mehr als sechsfacht erhöht, was einem Zuwachs von 514 Prozent entspricht.

Dieses Wachstum des Hausangebots auf Sylt verlief in den vergangenen vier Jahren wesentlich schneller als im restlichen Deutschland. Während das Angebot bundesweit um 110 Prozent stieg, verzeichnete die Insel ein außergewöhnliches Tempo. Im Vergleich zu anderen hochpreisigen Wohnlagen wie Starnberg oder Rottach-Egern wird die Entwicklung auf Sylt als außergewöhnlich beschrieben.

514 Prozent

Anstieg des Hausangebots auf Sylt seit dem 2. Quartal 2022

Der Anstieg der Verkaufsangebote in Starnberg lag bei 185 Prozent, in Rottach-Egern bei 174 Prozent.

Preiskorrektur und Marktentwicklung

Trotz des größeren Angebots sind die Preise für Häuser auf Sylt gesunken. Seit dem Höchststand im zweiten Quartal 2022 sind die Angebotspreise für Häuser auf der Insel um zwölf Prozent gefallen. Zum Vergleich: In Starnberg fielen die Preise um 14 Prozent, in Rottach-Egern um 11 Prozent. Die Preiskorrektur in Deutschland war im gleichen Zeitraum mit zwei Prozent deutlich geringer.

Die Entwicklung auf Sylt wird unter anderem auf veränderte Marktbedingungen und strengere Regeln für Ferienwohnungen auf der Insel zurückgeführt. Die Angebotspreise für bestehende Häuser auf Sylt liegen bei mehr als 12.000 Euro pro Quadratmeter.

Nach der Korrektur haben sich die Angebotspreise auf einem hohen Niveau stabilisiert.
— Gesa Crockford, CEO von Immoscout24

Gesa Crockford, CEO von Immoscout24, erklärte, dass potenzielle Käufer auf Sylt heute eine deutlich größere Auswahl finden als noch vor einigen Jahren. Sie betonte zudem, dass es auf Sylt keine Schnäppchen gebe.