Der nächste Darsteller des Geheimagenten James Bond soll noch in diesem Jahr bekannt gegeben werden. Das sagte Produzentin Amy Pascal dem Branchenmagazin Deadline. Wörtlich erklärte sie: „Ich würde sagen, Ende des Jahres ist ein realistischer Zeitrahmen.“

Ich würde sagen, Ende des Jahres ist ein realistischer Zeitrahmen.
— Amy Pascal gegenüber Deadline

Pascal, die zuvor als Co-Vorsitzende von Sony Pictures fungierte und den kommenden Bond-Film nach der Übernahme der Reihe durch Amazon MGM produziert, äußerte sich auch über den vorherigen Bond-Darsteller Daniel Craig: „Daniel Craig hinterlässt riesige Fußstapfen“, sagte sie. „Ihn zu beerben, ist keine leichte Aufgabe.“

Für den Neustart fordert Pascal einen mutigen Ton: Der neue Anfang müsse „mutig, mitreißend und vor allem anders als das, was wir bisher gesehen haben“ sein. In britischen Medien werden unter anderem Aaron Taylor-Johnson, Callum Turner und der Australier Jacob Elordi als mögliche Kandidaten gehandelt.

Laut Brancheninsidern soll die Rolle an einen relativ unbekannten britischen Schauspieler in seinen späten 20ern oder frühen 30ern gehen. Für die Suche wurde die britische Casting-Direktorin Nina Gold verpflichtet, die unter anderem an „Conclave“ und „Hamnet“ mitwirkte.

Die Regie des neuen 007-Abenteuers übernimmt der Kanadier Denis Villeneuve, bekannt für die „Dune“-Reihe und „Blade Runner 2049“. Das Drehbuch soll der britische Autor Steven Knight schreiben, der an „Peaky Blinders“ beteiligt war. Knight sagte der Deutschen Presse-Agentur vor einigen Monaten: „Ich kann nur sagen, dass ich die Arbeit liebe, aber mehr nicht.“

Wechsel an der Spitze der Reihe

Im vergangenen Jahr übergaben Barbara Broccoli und Michael G. Wilson die kreative Kontrolle über die James-Bond-Filmreihe an Amazon MGM. Der erste Bond-Film „James Bond – 007 jagt Dr. No“ kam 1962 in die Kinos, produziert von Albert R. „Cubby“ Broccoli und Harry Saltzman. Nach Saltzmans Ausstieg 1975 führte Broccoli die Reihe zunächst allein fort; ab „GoldenEye“ (1995) übernahmen seine Tochter Barbara und sein Stiefsohn Michael G. Wilson die Produktion.

25 Filme

EON Productions produzierte insgesamt 25 James-Bond-Filme mit sechs Darstellern.

Der letzte von EON produzierte Bond-Film war „No Time to Die“ (deutscher Titel: „Keine Zeit zu sterben“) aus dem Jahr 2021. Zwei weitere 007-Filme – die Komödie „Casino Royale“ (1967) und das „Feuerball“-Remake „Sag niemals nie“ (1983) – entstanden bei Konkurrenzstudios.