Die Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze im privaten Sektor der USA ist im Juli im Vergleich zu den Erwartungen schwach ausgefallen. Laut Daten des Lohnabrechnungsdienstleisters ADP stieg die Zahl der nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigten im Privatsektor lediglich um 44.000 Personen.
Zuwachs der privaten Beschäftigten im Juli laut ADP
Dieser Wert liegt unter der von Dow Jones prognostizierten Zahl von 75.000 Stellen. Zudem markiert das Wachstum von 44.000 Stellen den geringsten monatlichen Zuwachs seit Januar. Im Vergleich dazu war der Wert für den Monat Juni nach einer Abwärtskorrektur auf 95.000 Stellen revidiert worden.
Dienstleistungssektor als Wachstumsmotor
Das gesamte Beschäftigungswachstum im Juli wurde durch den Dienstleistungssektor getragen, der 47.000 neue Stellen schuf. Im Gegensatz dazu verzeichneten Unternehmen in der Güterproduktion einen Verlust von 3.000 Arbeitsplätzen.
Innerhalb der Dienstleistungen verzeichneten die Bereiche Bildungs- und Gesundheitsdienste mit 36.000 Stellen das stärkste Wachstum. Weitere Zuwächse gab es bei Finanzaktivitäten mit 10.000 Stellen sowie bei professionellen und geschäftlichen Dienstleistungen mit 9.000 Stellen. Andere Dienstleistungsbereiche legten um 6.000 Stellen zu. Demgegenüber verloren Sektoren wie Handel, Transport und Versorgungsunternehmen 8.000 Stellen, während natürliche Ressourcen und Bergbau 6.000 Stellen einbüßten.
Arbeitsplatzwechsler reagieren sehr sensibel auf wirtschaftliche Bedingungen in Echtzeit.
Während die jährliche Lohnsteigerung für Arbeitnehmer, die in ihren Positionen verblieben, stabil bei 4,4 % lag, verzeichneten Personen, die den Arbeitsplatz wechselten, ein Lohnplus von 7 %. Richardson ordnete die sich ändernden Einstellungsstrategien der Reaktion der Arbeitgeber auf sich wandelnde makroökonomische Bedingungen zu.