Die ehemalige Residenz des Ex-Milliardärs René Benko, bekannt als „Villa N“, wird für eine mögliche Nutzung als Hotel in Betracht gezogen. Das Anwesen befindet sich in Innsbruck, Österreich.
Stefan Geiler, der Insolvenzverwalter der Laura Privatstiftung, erklärte, dass die Nutzung der Immobilie als Hotel Teil eines derzeit vorbereiteten Nutzungskonzepts ist.
Die Villa N wurde von René Benko vor etwa zehn Jahren auf einem fast 6.000 Quadratmeter großen Grundstück in Innsbruck-Igls errichtet, auf dem zuvor ein Schlosshotel stand.
Kosten der Immobilie 'Villa N'
Nach Angaben von Stefan Geiler beliefen sich die Kosten für die Villa N auf mindestens 60 Millionen Euro.
Finanzielle Lage der Laura Privatstiftung
Die Villa N gehört der Laura Privatstiftung, die von René Benko gegründet wurde. Die Stiftung hält wesentliche Teile des Familienvermögens und spielt eine Rolle bei den Ermittlungen der österreichischen Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) bezüglich des Konkurses der Signa-Immobilien- und Einzelhandelsgruppe.
Gegen die Gläubiger der insolventen Laura Privatstiftung bestehen Forderungen in Höhe von etwa 1,3 Milliarden Euro. Die Stiftung verfügt Berichten zufolge über etwa 50 Tochtergesellschaften mit insgesamt rund 100 Immobilien in Deutschland, Österreich und Italien. Stefan Geiler gab an, dass das Insolvenzverfahren voraussichtlich Jahre dauern wird.
Betriebskosten und rechtlicher Hintergrund
Die derzeitigen monatlichen Betriebskosten für die Villa N liegen bei etwa 18.000 Euro, da lediglich das absolute Minimum durchgeführt wird. Bei einem vollen Betrieb schätzt Stefan Geiler die jährlichen Betriebskosten der Villa N auf rund 500.000 Euro.
Der Gründer von Signa, René Benko, befindet sich seit anderthalb Jahren wegen des Verdachts auf schweren Betrug und Schädigung seiner Gläubiger in Untersuchungshaft. Benko hat alle Vorwürfe bestritten.