Am Donnerstag um 11:00 Uhr wird im Berliner Tiergarten ein neuer französischer Ahorn gepflanzt. Der Baum wird an der Stelle gesetzt, an der sich ein islamistisch motivierter Angriff im Umfeld des Christopher Street Day (CSD) ereignete.
Der ursprüngliche Baum an diesem Ort musste gefällt werden. Die Initiative für die Neupflanzung ging vom Bezirksstadtrat Christopher Schriner und seinem Stab aus, so das Bezirksamt Mitte.
Regenbogenbank und Schutzgitter
Zusätzlich zum Baum soll eine in Regenbogenfarben gehaltene Bank aufgestellt werden, die ein Zeichen für die Solidarität mit der queeren Community sowie das gemeinsame Eintreten für eine offene und demokratische Gesellschaft sein soll.
Laut einer Pressemitteilung des Bezirksamts Mitte wird der neue Baum ein „schützendes Metallgitter“ erhalten, an dem Fotos und Blumen angebracht werden können, ohne die Natur zu beschädigen.
Abgrenzung zum Gedenkort
Die Planer legten fest, dass der Ort nicht als Mahnmal für den Anschlag gedacht ist, was weiterhin Gegenstand von Diskussionen ist. Ziel sei vielmehr „ein würdiger Umgang mit dem Tatort, an dem der beschädigte Baum gefällt werden musste“.
An dem Planungsprozess waren die Bezirksbürgermeisterin von Mitte, Stefanie Remlinger (Bündnis 90/Die Grünen), der Beauftragte für Queer- und Antidiskriminierung, Martin Vahemäe-Zierold, sowie die Vorstände des CSD und des LSVD beteiligt.
Bezirksbürgermeisterin Stefanie Remlinger plant, in etwa vier Wochen Vertreter der queeren Community zu einem Treffen einzuladen. Dabei soll weiter besprochen werden, wie ein Mahnmal für den Anschlag aussehen könnte.