In Griechenland wurden seit Beginn des Jahres 281 Personen im Zusammenhang mit Bränden festgenommen. Laut dem Sprecher der griechischen Feuerwehr, Yannis Artopios, waren davon 252 Verhaftungen auf Brände zurückzuführen, die durch Fahrlässigkeit entstanden, während 29 Festnahmen im Zusammenhang mit vorsätzlichen Bränden erfolgten.
Allein am Dienstag wurden 43 Brände von griechischen Feuerwehrkräften registriert. In der Region Athen wurde zudem ein 33-jähriger Mann festgenommen, nachdem er in einem Waldgebiet einen tragbaren Grill entzündet hatte; gegen ihn wurde ein Bußgeld in Höhe von 3.000 Euro verhängt.
Verdacht auf Brandstiftung in Thessaloniki
In der nordgriechischen Stadt Thessaloniki wurde ein 59-jähriger Mann festgenommen, dem vorgeworfen wird, innerhalb von zwei Wochen mindestens fünf Brände verursacht zu haben. Dem griechischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk ERT zufolge gab der Verdächtige gegenüber griechischen Staatsanwälten an, er habe aufgrund von „Druck, dem er bei der Arbeit ausgesetzt war“, gehandelt. Der Mann soll am Freitag einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.
Festnahmen im Zusammenhang mit Bränden in Griechenland seit Jahresbeginn, davon fast 90 % wegen Fahrlässigkeit.
Die griechische Regierung hat die Sanktionen für Brandstifter verschärft. Bei Verstößen drohen nun Freiheitsstrafen von bis zu 20 Jahren und Geldstrafen von bis zu 200.000 Euro. Für den kommenden Donnerstag wird die höchste Brandgefahrenstufe 5 angekündigt, insbesondere für Attika, Zentralgriechenland und das nordöstliche Peloponnes.