Die Europäische Union hat sich auf das 21. Sanktionspaket gegen Russland geeinigt.

Ein zentraler Bestandteil des Pakets ist das Verbot von kurzfristigen EU-Visa für Personen, die an den Militärischen Operationen gegen die Ukraine teilgenommen haben. Diese Entscheidung wurde maßgeblich auf Initiative Estlands getroffen.

Zielgruppen der Sanktionen

Das 21. Maßnahmenpaket zielt auf 56 militärisch-industrielle Einheiten und Einzelpersonen ab.

Die Sanktionen richten sich zudem gegen Lieferanten von Dual-Use-Gütern in Drittländern, insbesondere in China und Indien.

Drohnenabwehr und Satellitentechnik

Das Paket enthält mehr als 30 Maßnahmen gegen das Fertigungs- und Liefernetzwerk der Langstrecken-Drohnen vom Typ Garpiya.

Zusätzlicherfasst das Paket das System Rassvet, welches als russische Alternative zum Starlink-Satellitensystem gilt.

Das für die Verteidigung relevante Satellitensystem wird von der russischen Raumfahrtgesellschaft Bureau 1440 produziert.

Die langfristige Strategie sieht vor, bis 2027 250 und bis 2035 insgesamt 900 Rassvet-Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen.

Diese Maßnahmen folgen einer Phase erhöhter militärischer Aktivität, nachdem Russland nach dem Auslaufen eines Waffenstillstands im Mai mehr als 200 Langstrecken-Drohnen auf die Ukraine abgesetzt hatte.