Bayer und die Anwälte der Klägerseite wollen die Anhörung zur abschließenden Genehmigung ihres milliardenschweren Sammelvergleichs bezüglich des Herbizids Glyphosat verschieben.
Das Unternehmen und die Klägervertreter haben gemeinsam einen Antrag beim zuständigen Gericht im US-Bundesstaat Missouri gestellt. Ziel ist es, die Anhörung auf den 10. September oder einen späteren Zeitpunkt zu vertagen.
Ursprünglich war die Anhörung für den 19. August angesetzt.
Hintergrund der Rechtsstreitigkeiten
Der Leleverkener Konzern sieht sich in den USA mit komplexen rechtlichen Auseinandersetzungen konfrontiert. Während Geschworenen-Gerichte in einzelnen US-Bundesstaaten Bayer wiederholt zu hohen Schadensersatzzahlungen verurteilt haben, gab es zuletzt weitere rechtliche Entscheidungen.
Ende Juni entschied der Oberste Gerichtshof der USA, dass Kläger Bayer nicht wegen des Fehlens eines Krebswarnhinweises auf dem Etikett des Glyphosat-haltigen Herbizids Roundup verklagen können.
Zudem hat die US-Umweltschutzbehörde (EPA) Glyphosat als nicht krebserregend eingestuft und Etiketten ohne entsprechenden Warnhinweis zugelassen.
Bayer erwartet eine Entscheidung bezüglich des Vergleichs im Jahr 2026.